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ARTIKEL VOM 07.03.2010


3500 Kilometer fern der Heimat (wieder) im Einsatz:

Ex-Stadtbus fährt jetzt in Russland






von CHRISTOPH EBERLE
Passauer, die zufällig mal im russischen Perm unterwegs sind, dürften sich verwundert die Augen reiben: Warum sehen hier manche Busse so aus, wie die in der Dreiflüssestadt? Ganz einfach - weil sie von dort auch her kommen!
In einem Internet-Forum tauchte kürzlich der Fotobeweis auf. Denn ein Bus aus der russischen Metropole trägt ein markantes Detail, das auf seine bayerische Vergangenheit schließen lässt: Am Heck des Fahrzeugs mit der Wagennummer 18 prangt ein kleines rotes Auto. Es ist der Rest einer Werbe-Beschriftung, mit der das Fahrzeug vor gut zehn Jahren in der Stadt Passau unterwegs war.
„Im Schnitt sind unsere Busse zehn bis zwölf Jahre im Einsatz. Dann haben sie in der Regel irgendeine Macke“, erklärt Stadtwerke-Chef Gottfried Weindler. Weil ausrangierte Busse in Deutschland nicht im Linienverkehr fahren dürfen, verkaufe man sie an Händler, die sie dann ins Ausland exportieren.Dass einer der Busse nun 3500 Kilometer entfernt am Fuße des Ural-Gebirges unterwegs ist, wusste aber selbst der Stadtwerke-Chef noch nicht.
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