CMP-Chefin hat neue Studie zu Stadtmarketing, schweigt aber öffentlich
Kickums Geheimpapier
von SEBASTIAN DAIMINGER Christiane Kickum tingelt derzeit quer durch die Passauer Stadtrats-Fraktionen. Im Gepäck hat die Chefin von City Marketing Passau ein neues Geheimpapier von dessen Inhalt die Öffentlichkeit momentan noch nichts wissen soll. Doch wie die AS erfuhr, geht es um ein neues Zukunftskonzept zum Thema Stadtmarketing. Erstellt hat das rund 50-seitige Werk die österreichische Beratungsagentur „Cima“. Gemeinsam mit dem Runden Tisch für Stadtmarketing wurde nun ein übergreifendes Konzept für Tourismus, Handel und Kultur in der Dreiflüssestadt erstellt. Man widmet sich der Frage: „Wie schreitet Passau in die Zukunft?“ Kickum stellt ihr Geheimpapier derzeit den politischen Fraktionen aller Parteien vor, will die Stadträte auf Linie für ihre Visionen bringen. Sie bat dabei um strengste Verschwiegenheit. Grund: Kickum ist besorgt, das neue Konzept könnte bereits im Vorfeld schon wieder zerpflückt und totdiskutiert werden. Die ersten Reaktionen gibt es aber schon: „Das so genannte neue Konzept ist für mich ein alter Hut. Denn die darin vorgestellten Maßnahmen kennen wir bereits aus dem Innenstadtentwicklungskonzept“, sagte ein Lokalpolitiker gegenüber der AS. Einzig neu seien die erstmals aufgeführten Konzepte zur Finanzierung der angedachten Projekte - also wer genau für was bezahlen soll. Mehrere Modelle werden dazu nach AS-Informationen in der Studie beschrieben. Wohl einer der heikelsten Punkte des Zukunftspapiers. Christian Kickum bestätigte gestern auf AS-Anfrage die Existenz des neuen Konzeptes: „Wir hoffen, dass es der große Wurf wird“, sagte sie telefonisch. Zu den Details schweigt sie aber. Ihr Ziel sei es derzeit, die Politik hinter dem Plan zu positionieren. Kickum: „Wir haben einen knackigen Zeitplan und wollen die Sache noch dieses Jahr ins Rollen bringen.“ Es sei die letzte Chance, etwas Großes für die Stadt Passau zu bewegen. Allein für den Passauer Handel sind laut Kickum in dem Papier insgesamt 17 Maßnahmen für Verbesserungen beschrieben. Kickum gibt auch zu, dass vieles aus dem Stadtentwicklungsplan übernommen wurde, aber: „Strukturierter, mit neuen Ansätzen und Erfahrungen aus anderen Städten versehen“. Die PräsentationAm Donnerstag, 4. März sollen die Inhalte des Geheimpapiers gelüftet werden. Ab 14 Uhr findet im kleinen Rathaussaal eine Infoveranstaltung statt, anschließend gibt es eine große Pressekonferenz für die Medien. Siehe auch Kommentar S. 2
(07.09.2010) Auswirkungen Doppelter Abiturjahrgang Für die rund 67000 Abiturienten des Doppelabiturjahrgangs G8/G9 wird sich nächstes Jahr die Frage stellen, wie ihre berufliche Weiterbildung nach dem Gymnasium aussehen soll. Abiturienten, so heißt es, stehen beruflich alle Wege offen. Doch wie ist die Situation, wenn doppelt so viele von ihnen ins Berufsleben starten?