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ARTIKEL VOM 07.02.2010


NRW-Steuerfahnder in geheimer Mission nach Frankreich unterwegs:

Daten-Deal noch heute?





Berlin - Während in Deutschland weiter über die Verwendung gestohlener Bankdaten gestritten wird, machen Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen Nägel mit Köpfen.
Vier Wuppertaler Ermittler seien auf dem Weg nach Frankreich, um sich mit dem Anbieter einer CD mit rund 1 500 deutschen Kundendaten einer Schweizer Bank zu treffen, meldete das Nachrichtenmagazin „Focus“ gestern. Der Daten-Deal sollte noch dieses Wochenende über die Bühne gehen. Das nordrhein-westfälische Finanzministerium bestätigte dies jedoch nicht. „Das ist Sache der handelnden Personen“, sagte eine Sprecherin.
Die Identität des Datenanbieters sei den Fahndern bekannt, meldet „Focus“. Bei einer Einreise nach Deutschland drohten ihm die Festnahme und Beschlagnahmung der Daten-CD, weshalb er auf einer Übergabe in Frankreich bestehe.
Währenddessen kann sich die Berliner Steuerverwaltung laut „Focus“ über die Selbstanzeige eines Steuersünders freuen, der 4,5 Millionen Euro schuldig ist. Er habe sein Geheimkonto bei einer Schweizer Bank bereits vor Tagen gestanden und mit der Finanzverwaltung vereinbart, umgehend seine hohe Steuerschuld zu begleichen, berichtete das Magazin.
Damit wären die potenziellen Kosten für den Kauf der Daten von 2,5 Millionen Euro für den Fiskus schon mehr als refinanziert. Die Berliner Finanzverwaltung bestätigte den Fall bislang noch nicht.    (red)
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